Die Geschichte des Priorats fängt an mit Maria van Gelre, Tochter von Herzog Jan III von Brabant, auch Dame von Turnhout (1347-1399). Diese Dame verrichtete gutes Werk für die Gemeinschaft und vergab ausserdem viele Besitze, wie z.B. Corsendonk im Jahre 1393, um ihren Platz im Himmel zu gewährleisten.
Heutzutage treffen wir noch den ursprünglichen rechten Flügel des Klosters an. Wie das Priorat je war, können wir aus dem Kiespfad, der sehr genau die Form des früheren Klosters wiedergibt, entnehmen.
Im Erdgeschoss befindet sich der ehemalige Kapittelsaal, der Raum wo die Kanoniker deren Handschrifte bearbeiteten. Weiter befanden sich die Speisesäle der Brüder im 1. Stock. Auch der Keller mit seinen wunderschönen Gewölben ist nahezu ganz intakt geblieben.
Ferner finden wir auf dem Gelände, neben dem "Frauenhaus" und dem "Laienhaus", auch das "Gästehaus", das früher als Aufenthaltsort für Reisende, die bei Einbruch des Abends noch keinen Aufenthaltsort gefunden hatten, verwendet wurde. So bemerken Sie, dass die aktuelle Funktion von Corsendonk seinen Ursprung in einer fernen Vergangenheit hat.
Kurz nach der Gründung des Priorats Corsendonk (im Jahre 1395) wurde entschlossen, dass Corsendonk von regulären Kanonikern von Sankt Augustin besiedelt werden soll, unter der Führung eines Priors. Die Mönche beschäftigten sich hauptsächlich mit Gebet und Meditation, mit Gottesdienst und mit kalligraphisch Nachzeichnen von Texten.
Das Kloster wurde in Österreichischen Zeiten (1785) von Josef II geschlossen. Diese Schliessung wurde im Jahre 1795 während der Französischen Revolution endgültig. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde Corsendonk durch industrielle Familien aus Turnhout nur noch als Wohnschloss verwendet.
Fernand Nédée kaufte das Landgut im Jahre 1968. Er wollte den Komplex auf die richtige Weise restaurieren und so wieder Schwung in Corsendonk brengen.
Die Flämischen Behörden entschliessen zu der Restauration der noch geeigneten Gebäude beizutragen. Nach dem "Frauenhaus" und dem "Laienhaus" sind auch der rechte Flügel und das "Gästehaus" restauriert worden. Die anderen Gebäude konnten wegen deren schlechten Zustand nicht mehr restauriert worden.
Das grösste Problem war natürlich die Finanzierung und der bleibende Unterhalt der ganzen Domäne. Deshalb wurde im Jahre 1975 entschlossen, das Priorat in ein Konferenzzentrum umzubilden. Im Laufe der Zeit sind noch andere Aktivitäten hinzugekommen, wie zum Beispiel Hotel und Gastronomie, spezielle Wochenendarrangements und vielerlei Veranstaltungen.
Sind Sie interessiert an der vollständigen Geschichte von Corsendonk? Schicken Sie bitte eine E-Mail an info.priorij@corsendonk.be